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Blick aufs Meer

Müll im Meer- Beobachtungen auf einer Reise

Zum Veganuary 2022 und der Voelkel Spendenaktion für „Küste gegen Plastik“ 

Marakel

Das Segelboot "Marakel"mit der Atlantikcrew unter Kapitänin Opal

Per Segelboot nach Südamerika

Der Körper wippt mit den stetigen Bewegungen des Bootes mit, das von den Wellen mal mehr und mal weniger hin- und her geworfen wird. Der Blick geht auf's Meer...so viel Wasser...so viel Blau.
Beim Anschauen der Fotos kommen mir die Empfindungen sofort zurück. 
Mir heißt: Maria, seit Sommer 2021 Auszubildende zur E-Commerce-Kauffrau bei Lotta Karotta.

Bevor ich bei Lotta gestrandet bin, habe ich eine größere Reise gemacht: nach Südamerika ohne Flugzeug. Das brachte mich in den Kontakt mit dem Atlantischen Ozean, verschiedenen Inseln und den Elementen Wasser und Wind. 
Es ist 2019: Die junge Segelboot-Kapitänin Opal aus Norwegen nahm mich und zwei andere Reisende von den Kanaren mit in die Karibik. Ganze 50 Tage brauchten wir, bis wir wieder auf festem Boden, auf der karibischen Insel Martinique, standen. Da unser Motor in der 2.Woche ausfiel, hat uns tatsächlich nur der Wind dorthin bewegt. Ein paar Monate später segelte ich auf noch weiteren Booten mit, dann nach Kolumbien: super krass, sich einem neuen Kontinent per Segelboot zu nähern!

Die Atlantiküberquerung mit der norwegischen „Marakel“ fuhren wir nach Kompass, analoger Karte und einem Satelliten-Telefon, dass uns ein paar Mal pro Tag unsere Koordinaten zusendete.  Da wir den kaputten Motor nicht zur Unterstützung einschalten konnten, schipperten wir bei Flaute sehr langsam vor uns hin. Zum Glück haben wir großzügig Vorräte dabei gehabt-vor Allem Wasser. Da bekommen frische Produkte eine ganz ganz neue Dimension an Wert! Die letzte Orange genossen wir wie die teuerste Praline. Und zum Glück waren wir eine super Crew- 50 Tage auf ca. 20m², das muss man auch erstmal wollen.

Viel pure Natur umgab uns: Salzwasser, blauer Himmel, wenige Wolken, die Sonne, der Mond in seinem Kreislauf und die Sterne als Guides. Unter uns eine unvorstellbar große Anzahl an Lebewesen. Ab und an werden wir besucht: von Delfinen, von Walen, von Fischen in allen Farben, von Quallen und Vögeln. Tag und Nacht fahren wir, vom Wind und den Wellen bewegt. Die Achtsamkeit geschult für unsere Umgebung. Lichter? Bootsähnliche Gebilde? Störgegenstände im Wasser?

Plastik im Meer

Bingo! Die Purheit der Natur wird immer wieder auch in der Mitte des Atlantiks getrübt: In großen Teppichen von Algen verfangen sich Plastikflaschen, Tüten, Kanister und Diverses mehr. Ab und an erwischten wir was mit einer Stange. Unser größter "Fang" war ein völlig in sich zerknäultes Fischernetz...ein Biotop inzwischen. Mit 8 Händen sammelten wir die meisten Krebse und Muscheln heraus und gaben sie ins Meer zurück. Dann schipperten wir das Netz viele Hundert Kilometer mit uns auf die Insel Martinique, wo wir es entsorgten.  Schon ernüchternd, den Zivilisationsmüll fern ab von jeglichem Land zu sehen- und tja, auch wir hatten Anteil daran, als uns mal ein Shirt, ein Löffel oder eine Tasse auf den ca.6000m tiefen Meeresboden gesunken ist… 

Fragen machen sich breit- Müll, mitten im Atlantik? Wie kommt der dahin? Und was macht eigentlich der Schiffsverkehr mit den Meeren? Wir sahen die beeindruckend großen Containerschiffe (zum Glück) nur aus der Ferne: sie transportieren riesige Mengen an Waren von einem Kontinent zum anderen. Eine Ahnung sagt, dass da das ein oder andere - je nach Schiffsfirma- im Meer lande: Säckeweise Müll oder diverse Flüssigkeiten…  
Die Bananen für Lotta werden hoffentlich auf „bewussten“ Schiffen transportiert!  

Hier können wir das Thema auch direkt zu uns holen: Länder wie Deutschland sind vorne mit dabei, wenn es ums Thema Konsum, Plastik und Verpackung geht. Wie viel brauche ich wirklich? Worin ist es verpackt? Welche Transportwege und -mittel werden zurückgelegt?
Dazu das Beispiel > Timbercoast mit ihrem Cargosegelschiff Avontuur. Zucker, Rum und auch die Schokolade von „The chocolate makers“ im Sortiment bei Lotta Karotta wird aus Kakao gewonnen, der mit der > Avontuur per Windkraft nach Europa gesegelt wird. Die Avontuur habe ich im Hafen von Santa Cruz in Teneriffa getroffen, sich für die Überfahrt in die Karibik und Mittelamerika vorbereitend. Leider hatten sie keinen Platz mehr für „Hand gegen Koje“. Unter anderem, weil sie eine 6-köpfige Familie und ihr kleines Auto mitgenommen haben. Richtig: ein kleines Auto auf einem großen Segelboot, das geht!

Fischernetz

Fischernetz aus der Mitte des Atlantiks gefischt

Fischernetz 2

Das Netz an Board bis wir an Land gingen

Tourismus, wenig Infrastruktur, schmutzige Öl-Geschäfte

Zurück zum Thema Müll und Meere und was das mit uns zu tun hat:
Eine Frage, die sich mir auch stellte war, ob der Tourismus auf den Inseln und an den Küsten zur Müllproblematik beiträgt. Auf der Kanarischen Insel Teneriffa z.B. leben knapp 1 Mio. Menschen, vor Corona-Zeiten gab es dafür 6 Millionen Touristen auf der Insel. Die Infrastruktur für die kurzlebigen Besucher*innen muss erstmal geschaffen werden… Ist das Meer dann wieder die „Lösung“?

Auf der naturbelassenen und schönen karibischen Insel Dominica, ein wirtschaftlich gesehen armes Land, sahen wir immer wieder dahingeworfenen Müll. Mangels fehlender Konzepte zur Müllentsorgung und Wiederaufbereitung häuft sich am Wegesrand, was nicht mehr verwendet werden möchte. Das Meer ist - nicht nur hier - eine gern genutzte Mülldeponie. Irgendwann landet all das auf dem Meeresgrund, am eigenen Strand oder wird über die Strömungen weite Distanzen an die Küsten anderer Länder getragen. Auf Dominica gab es die Besonderheit, dass der Hurrican Maria im Jahr 2017 die Insel zu großen Teilen zerstört hat und auch große Materialien weit getragen hat. Die Menschen sind Jahre danach noch beschäftigt, Häuser und Straßen aufzubauen. Angemessene Müllentsorgung ist dann vielleicht erstmal sekundär. Wobei die Lebensgrundlage durch eine saubere Umwelt auch das größere Argument sein könnte…

Nicht nur ist der Plastikmüll eine Herausforderung. Schon die Gewinnung von Erdöl, aus dem das meiste Plastik gemacht wird, ist mit diversen „Sauereien“ verbunden. Bei der Förderung leiden Ökosysteme und Menschen, die von den Umweltschäden beeinflusst werden. Es ist ein nicht besonders „sauberes“ Geschäft, wie ich in Kolumbien und Ecuador (natürlich auch in anderen Ländern) sehen konnte. Damit meine ich unter anderem die Attraktivität für korrupte Strukturen in einer Welt- Situation, in der die Abhängigkeit von Erdöl-basierten Produkten die Realität ist.

Es kommt viel zusammen in dieser Problematik: Mehr Menschen auf der Erde, Globalisierung, mehr moderne Zivilisationsmaterialien, die „ewig“ zur Zersetzung brauchen.  Nicht überall gibt es das Bewusstsein über den Zusammenhang von z.B. Plastik kaufen und ähm - was dann damit?

Strand mit Müll in Dominica

Idyllische Insel Dominica mit Müll am Strand

Strandmüllsammelaktion in Sizilien

Strand-Müll-Sammelaktion auf Sizilien

Küste gegen Plastik Logo

Logo "Küste gegen Plastik"

Haushalt Plastikfrei

Haushalt plastikfrei> bei Lotta zu haben

Müll im Meer, an der Küste, im Supermarkt…What to do?

Was gegen den Müll im Meer tun? 

Dieser Aufgabe stellt sich das Projekt „The Ocean Cleanup“. Mit großen Netzen soll vor Allem das in den Plastikstrudeln schwimmende Plastik herausgefischt werden. Aus der „Beute“ sollen recycelte Gebrauchsgegenstände produziert werden. Hier entstehen immer neue Ideen für eine sinnvolle Wiederverwendung.

Recycling ist sicher eine wichtige Säule, sowohl bestehendes Plastik wiederzuverwenden, als auch "neue" Produkte herstellen zu können. Zum Beispiel gibt es einige Firmen, welche aus alten FischernetzenNylon verarbeiten und daraus z.B. Teppiche, Strumpfhosen, Bademode oder ähnliche neue Produkte herstellen.
 

Was tun gegen den Müll an den Küsten?

Anwohner von Küsten machen sich stark für die Säuberung ihrer unmittelbaren Natur: Meine Mama und Schwester haben dieses Jahr auf der Insel Sizilien an einer Müllsammelaktion an einem Strand teilgenommen, die von einem Anwohner organisiert wurde. 

Wir begegneten einem Paar auf El Hierro (Kanaren), die ein Küstensauberaktionsboot gründen wollen. Die Idee: mit ihrem Segelboot von Küste zu Küste fahren und die Menschen zu Strand-Clean-up‘s einzuladen. Gemeinsam was Gutes tun, nett plaudern und über die Müllentsorgung aufklären.

Genau das ist auch die Mission von "Küste gegen Plastik"! Sie sagen selbst: „Wir sind Küstenmenschen, die nicht mehr hinnehmen, dass ihnen der Plastikmüll am Meer buchstäblich vor die Füße fällt.“ Der gemeinnützige Verein mit Hauptsitz an der Nordseeküste, ruft zu Strandmüllaktionen auf und setzt sich vor Allem dafür ein, dass überhaupt erst weniger Plastik hergestellt wird!
 

Selbst Müll sammeln! 

Müll ist nicht nur im Meer und an den Küsten verbreitet. Wie wäre es, immer und überall Müll mitnehmen? Einfach immer einen Müllsack in der Tasche haben. Denn die Natur schafft die Zersetzung der Materialien nicht so schnell. Ob im Wald, auf dem Fahrradweg, am Straßenrand oder im Dorfanger- Plastiktüten, Flaschen und Co finden sich leider überall. Bringt sie gerne in den Recycle-Kreislauf!
 

Weniger Müll produzieren?

Das ist notwendig, ja unausweichlich! Es gibt gute Alternativen: 
-> In Unverpacktläden werden in Gebinden und plastikfreien Packungen die Waren angeboten. Es wird dazu eingeladen, selbst Behälter zum Umfüllen mitzubringen. Überhaupt sind Mehrwegverpackungen aus Glas, z.B. bei Getränken und Milchprodukten in der Regel die umweltfreundlichere Alternative

-> Auch sonst kann jede*r selbst auf verpackungsarmes Einkaufen achten. Mit dem Jutebeutel oder Rucksack in den Laden und zum Markt. Oder so wie bei Lotta Karotta, wo wir in das Obst und Gemüse in die grünen Kisten mit Papiereinlage legen. 

-> Verpackungen aus umweltverträglichen und leicht abbaubaren Rohstoffen. Z.B.  Einwegboxen und Festivalbestecke aus Bagasse ( Zuckerrohrfaser, die nach der Zuckergewinnung übrig bleibt), oder aus Bambus, Holzfaser, Pappe, Maisstärke+ Milchsäurebakterien... Die Liste ist noch länger und hoffentlich wird sich das auch zunehmend in den Supermärkten und Haushalten wiederspiegeln!

Veganuary 2022

In der diesjährigen Veganuary - Aktion unterstützt Voelkel „Küste gegen Plastik“. Bei jedem Kauf eines Voelkel-Pflanzendrinks in Glasflasche  werden 5ct an den gemeinnützigen Verein gespendet. 
Und auch von Lotta Karotta unterstützen wir über die Voelkel-Pflanzendrinks dieses tolle Projekt, das einen direkten Beitrag zur Minderung von Plastik in den Meeren und den Supermärkten beiträgt.

> Setzt die Segel und volle Kraft voraus für plastikfreie-& emissionsfreie Lösungen!

P.S.: 

Corona hat es schwieriger gemacht, zu reisen. Sodass ich mich für das Flugzeug zur Rückkehr entschieden habe…die Welt in Kompromissen leben lernen und so viel wie möglich Gut machen. 

imperfectly zero waste
Müllsammelberg-Sizilien
Müllsammelberg-Sizilien
Foto von Strandputz "Küste gegen Plastik"
Foto von "Küste gegen Plastik": Aufruf zum Strandputz
No Dumping-Dominica
No Dumping-auf der Karibischen Insel Dominica